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Klanggewaltig, mystisch, mitreißend
Die bizarre Ankündigung einer groovenden Meditationsmesse von Werner Dannemann, stilistisch allenfalls festzulegen als „Rockmusik aus dem 12. Jahrhundert“ lockte zahlreiche Hörer nach
Altenstadt in die katholische Kirche Sankt Maria.
Tief beeindruckt und staunend nahm zur Kenntnis, wer die Musik von Opera Nova noch nicht gehört hatte. Sowohl das Projekt als auch das gleichnamige Ensemble präsentierten sich als stimmungsvolle
Einheit, die mitriss und nachdenklich stimme. Ausgewählte Texte und Zitate aus der Bibel, von Thomas von Aquin, Hildegard von Bingen, Meister Eckehard und Pater Anselm von Grün ergänzte Dannemann mit eigenen
Worten.
Solides Klangfundament
Brillant verpackte Dannemann diese Texte in reichhaltige und vielfältige Musik, die alle stilistischen und sakralmusikalischen Epochen streifte: Töne eines gregorianschen Chorals werden abrupt
abgelöst von groovigem Beat, orientalische Klänge tauchen auf, ebenso Irish Folk. Neben der von Dannemann meisterlich beherrschten Gitarre und der selten zu hörenden Drehleier, mit der Elke Rogge vielen Stücken
ein solides Klangfundament verlieh, trugen Quer- und Blockflöte, Stabrassel, Triangel und Minitambourin zur Darbietung bei.
Hervorragende Sängerinnen
Hervorragend ausgewählt für das Projekt waren die beiden Sängerinnen. Der glockenhelle Sopran von Katharina Schwarz passte ideal zu der etwas tieferen, erstaunlich wandelbaren Stimme von Daniela
Epple. Abgerundet wurde die stimmliche Darbietung durch Werner Dannemann selbst. Ob nachdenklich und mystisch oder temporeich, donnernd und klanggewaltig: Opera Nova verkörpert als Ensemble wie auch als Projekt
eine mitreißende Form von Sakralmusik.
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