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Alte Kirche: Opera Nova
Neue Töne in alten Rulfinger Kirchenmauern
MENGEN-RULFINGEN(kf)- Wer in die âAlte Kirche" nach Ruifingen kam, der erlebte einen bemerkenswert und auĂergewöhnlichen Konzertabend zugleich. Die brandneue Formation âOPERA NOVA"
stellte sich dem Publikum, und das war schlichtweg begeistert.
âNeue Töne in alten Mauern" könnte man das Konzert von Werner Dannemann und seinen Mitstreiterinnen Daniela Epple, Eliza Ruz-Campos, Katharina Schwarz und Elke Rogge bezeichnen.
Was da mit Gesang, Gitarre und Drehleiher zu Gehör gebracht wurde, das war MusikalitÀt von bestechender Reinheit. Nur die Drehleiher wurde teil-weise elektronisch verfremdet, erinnerte dann an die
sphĂ€rischen KlĂ€nge eines Synthesizers. Doch sonst waren es Melodien ganz natĂŒrlicher Art, wenn man von der wohl unvermeidlichen VerstĂ€rkung absieht. Der Gesang war nach einer ganz kurzen Orientierungsphase zu
Konzertbeginn von bestechender Reinheit. AngekĂŒndigt als âein Musikstil, âder bislang in dieser Form, noch nicht zu hören warâ wurde OPERA NOVA diesem Anspruch ohne Umschweife gerecht. Die Verbindung aus
Romantik und Blues, Mittelalter und Neuzeit, Barock, Oper und Pop setzte zweifellos neue MaĂstĂ€be.
Gesungen wurde englisch und lateinisch, und das ist eigentlich das einzige, was an dem Konzert zu kritisieren ist.
Bei einem seichten Schlager spielt es eigentlich keine Rolle, in welcher Sprache er gesungen wird. OPERA NOVA verwendet jedoch Texte aus der Bibel, und da hÀtte es wohl nichts geschadet, wenn die
jedermann/frau verstanden hÀtte.
Das âHohelied Salomos" oder das âVater unser" wurden in ein musikalisches Gewand gekleidet, das in keine Stilrichtung einzuordnen ist, aber auch kein Sammelsurium verschiedener
Musikrichtungen war. Zwar lieĂen
Rock-Barden wie Cat Stevens oder Graham Nash grĂŒĂen, warum auch nicht, doch eine genaue Festlegung war nicht möglich, zu differenziert war die Musik und von bestechender QualitĂ€t der Gesang. Da gab
es Anleihen beim Irish Folk ebenso wie bei âOu-genweide", kleine AusflĂŒge in das, was man gerne als esoterisches Klangbild bezeichnet, und dann wieder die leichte Traurigkeit des Blues.
Mit geschlossenen Augen konnte man die Musik so richtig in sich aufnehmen. in TrĂ€ume und Gedanken versinken. Die ausgezeichnete Akustik in der Alten Kirche bot die richtigen Bedingungen fĂŒr dieses
auĂergewöhnliche Konzert, mit dem der veranstaltenden Kulturgruppe Mengen zweifellos ein groĂer Wurf gelungen ist.
Vielleicht den meisten Besuchern nicht bewusst, und vom Veranstalter wohl auch nicht beabsichtigt, war die Tatsache, dass es sich hier auch um ein StĂŒck VerkĂŒndigung handelte. âGod is Life" sang
OPERA NOVA. Dem ist nichts hinzuzufĂŒgen.
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